Zum Hauptinhalt springen

Forderung nach einheitlichen Vorgaben für Tiertransporte innerhalb der EU

Der Bundestagsabgeordnete aus dem Tecklenburger Land, Jürgen Coße (SPD, l.) hat sich mit Martina Breckweg (M.) von der Wirtschaftsvereinigung Steinfurt und Paul Berghuis, Inhaber des Kälberhandels Berghuis (r.) über einheitliche Vorgaben für Tiertransporte auf europäischer Ebene ausgetauscht. Foto: Büro Coße
Der Bundestagsabgeordnete aus dem Tecklenburger Land, Jürgen Coße (SPD, l.) hat sich mit Martina Breckweg (M.) von der Wirtschaftsvereinigung Steinfurt und Paul Berghuis, Inhaber des Kälberhandels Berghuis (r.) über einheitliche Vorgaben für Tiertransporte auf europäischer Ebene ausgetauscht. Foto: Büro Coße
134 mal besucht
17. September 2026
134 mal gelesen   

Bundestagsabgeordneter Jürgen Coße (SPD) besucht Viehhandel Berghuis in Ibbenbüren – Tierschutz bei Transporten

039 Berghuis webIbbenbüren. Frühestens 28 Tage nach der Geburt dürfen Kälber transportiert werden. In anderen Ländern ist das teils schon nach 14 Tagen erlaubt. „Das ist ein Beispiel für die unterschiedlichen Regelungen und Vorgaben für Tiertransporte innerhalb der EU, weshalb wir einheitliche Vorgaben fordern“, sagt Paul Berghuis, Inhaber des Kälberhandels Berghuis in Püsselbüren und Vorsitzender des Vieh- und Fleischhandelsverbandes NRW. e.V. Mit Markus Krümpel, Vorstandsmitglied im Viehhandelsverband NRW und im Bundesverband Deutscher Tiertransporteure, sowie der Wirtschaftsvereinigung Steinfurt (WVS) hat der Bundestagsabgeordnete für das Tecklenburger Land, Jürgen Coße (SPD), den Betrieb besichtigt und über die aktuellen Herausforderungen gesprochen.

"Wir kaufen und verkaufen hier pro Woche etwa 2.500 Tiere"

Der Kälberhandel hat 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon zehn im An- und Verkauf und 13 Fahrer. Die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich in den Stallungen um die Kälber. „Wir kaufen und verkaufen hier pro Woche etwa 2.500 Tiere. Das bedeutet, wir bekommen junge Kälber von den Landwirten über regionale Viehhandelsbetriebe, führen sie hier zu einheitlichen Gruppen zusammen und liefern sie, dem Kundenwunsch entsprechend, an die Mastbetriebe“, sagt Berghuis.

Derzeit wird Tierschutztransportverordnung auf europäischer Ebene überarbeitet

073 Berghuis webKrümpel, ebenfalls Inhaber einer Viehhandlung in Wettringen, und Berghuis hatten sich an die Politik gewandt, weil derzeit die Tierschutztransportverordnung auf europäischer Ebene überarbeitet wird: „Wir finden es wichtig, dass die Tiere nicht zu früh auf Transporte kommen und gut versorgt werden. Wir wollen keine konkreten Forderungen stellen, wichtig wäre aber, dass es einheitliche Regelungen innerhalb der gesamten EU sind, denn die Tiere werden nun einmal in unterschiedliche Länder transportiert.“ Hauptabnehmer der Kälber von Berghuis seien die Niederlande.

Tierhandel und Fleischproduktion stehen unter großem Druck

Coße: „Der Tierhandel und die Fleischproduktion stehen unter großem Druck. Das fängt bei den Landwirten als Züchter der Tiere an und endet beim Endprodukt im Supermarkt. Dazwischen kommen Transport, Futter, Aufzucht, Schlachtbetrieb, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel. Alle wollen und müssen Geld verdienen. Dabei hat die Politik die Aufgabe, für Tierschutz zu sorgen und gleichzeitig die Lebensmittel für die Menschen bezahlbar zu halten“, sagt Coße. Er werde die genannten Herausforderungen bei den zuständigen Stellen anbringen und sich für eine Verbesserung und Vereinheitlichung der Regelungen auf EU-Ebene einsetzen.

Tiertransport ein emotionales Thema

041 Berghuis webBerghuis bedankt sich ausdrücklich für diesen Besuch, denn gerade der Tiertransport wird häufig sehr emotional besprochen: „Da ist ein direkter sachlicher Austausch für alle Beteiligten sehr dienlich.“

Pressemitteilung als PDF

weitere Pressemitteilungen